Berstlining, Grabenlose Rohrerneuerung
Das Berstlining-Verfahren ist die grabenlose Neuverlegung in gleicher Trasse. Über eine hydraulisch betriebene Maschineneinheit wird ein Gestänge, zentriert über einen Führungskonus in die Altleitung eingeschossen. Beim Zurückziehen der Gestänge wird das Altrohr durch das vorlaufende Rollenmesser zerstört. Der unmittelbar folgende Aufweitkonus verdrängt die Scherben des Altrohres, weitet das Bohrloch, glättet und verdichtet den Bohrkanal. Unmittelbar nach der Zerstörung des Altrohres wird das Neurohr eingezogen.
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Berstlining empfiehlt sich bei Altrohren ab DN 80 vorrangig bei sensiblen Bodenbereichen mit z.B. unmittelbar benachbarten Fremdleitungen oder Bauwerken. Berstlining erreicht Spitzenwerte von 150-200 m am Tag. Das Verfahren eignet sich besonders für Trinkwasserleitungen, da das Altrohr nicht vorgereinigt werden muß und die Neuleitung beim Einzug vom Rohrbundwagen sauber bleibt. Mit dem System können Guß-, Faserzement-, Stahl-, Kunststoff-, Beton- und Steinzeugrohre durch PVC und PE-HD - Rohre erneuert werden. Dabei ist eine Vergrößerung von bis zu zwei Nennweiten möglich.
Auch im Abwasserbereich wird die Roherneuerung im Berstliningverfahren auf Dauer effektiver sein, als nur kurzfristig wirkende Flickaktionen . Das eingezogene Neurohr hat eine Nutzungszeit von bis zu 80 Jahren. Kostenintensive Tiefbauarbeiten werden minimiert. |
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